Das war die Jedi-Con 2014

Im Vorfeld sah die Jedi-Con wenig vielversprechend aus und ich war einer ihrer schärfsten Kritiker. Teils durchaus zurecht, teils war ich vielleicht etwas streng mit den Organisatoren. Trotz einiger eklatanter Mängel war die Con doch besser als erwartet, auch wenn der Start verhalten war. Aber der Reihe nach.

Freitag:

Die Con begann am Freitag äußerst dürftig. Das Gelände war schnell durchforstet und schon nach einer knappen Stunde hatte ich eigentlich alles gesehen. Interessante Panels gab es nur wenige, so soll z.B. der Vortrag über die Star Wars Videospiele ein völliger Reinfall gewesen sein, der mit Aussagen wie "Star Wars Angry Birds ist wie Angry Birds mit Star Wars" (ach wirklich?) glänzte.

Vor der Con hatte ich bereits Bedenken, was die Verpflichtung von Kenny Baker als Stargast anging. Nicht ganz zu Unrecht, denn der Panel von Kenny Baker und Garrick Hagon war grenzwertig. Kenny machte rein körperlich einen stark angeschlagenen Eindruck, wenn auch etwas besser als letztes Jahr bei der Celebration. Man konnte ihn teilweise nur schwer verstehen, aber er gab immer noch schlagfertige Antworten auf die Teils wirklich dämlichen Publikumsfragen, wie z.B. bei der Frage nach Anthony Daniels, die er mit "He is a nice guy…. basically“ beantwortete. Garrick Hagon war leider nur der Assistent von Kenny Baker und es wirkte fast so, als solle er dessen Gesundheitszustand kaschieren.

Das Opening begann mit einem guten Eröffnungsfilm, ein Fluch der Karibik trifft auf Star Wars mit etwas Indiana Jones und diversen Disneyanspielungen. Wirklich gut produziert, der Rest des Openings wirkte hier und da etwas aufgesetzt, die Witze manchmal bemüht. Zum Abschluß wurde eine Episode der Webcomedy Space Janitors gezeigt, bei der man aber den Humor vergessen hatte.

Das Stardust-Konzert im Anschluß an die Eröffnung soll sehr schlecht gewesen sein. Ich habe es mir nicht angesehen aber laut Zeugen flohen die Zuschauer aus dem Saal, bis am Ende noch bestenfalls 50 Leute da waren. Sogar von Migräneanfallen wurde berichtet.

Mangels gutem Programm verbrachte ich den recht langweiligen Freitag weitgehend damit, andere Leute zu treffen, diverse Gespräche zu führen und neue Freundschaften zu schließen. Neben dem Wiedersehen mit einigen Usern vom Projekt Star Wars lernte ich endlich auch das Team von Star Wars Union und einige User kennen. Schön zu sehen, wie ich auf andere Fans traf mit denen es durchaus mal Meinungsverschiedenheiten gegeben haben soll, die aber sofort vergessen waren und man sich blendend miteinander verstand.

Samstag:

Am zweiten Tag wurde die Con dann endlich interessanter. Die ersten beiden Panels habe ich nicht gesehen, aber einer der beiden wurde wohl schon nach 20 Minuten beendet, weil der Panelpräsentator zu schnell mit seinem Programm durch war.

Danach begann der interessante Teil des Tages und der Panel von Bonnie Piesse (Tante Beru in Episode 2 und 3) war nicht schlecht. Erwartungsgemäß hatte Bonnie zu Star Wars nicht viel zu sagen, weshalb man schon hinterfragen sollte, ob solche Gäste bei einer Star Wars Convention wirklich sinnvoll sind. Aber sie kam sympathisch rüber und sang auch eines ihrer Lieder. Musikalisch nicht wirklich mein Stil, aber das Talent kann man ihr nicht absprechen. Ihr Nachname wird übrigens übrigens Piece ausgesprochen.

Als nächstes kamen die Synchronsprecher Hans-Georg Panczak und Susanna Bonaséwicz zusammen mit Hörspielregisseur Oliver Döring, Wolfgang Pampel mußte leider absagen, da er vor kurzem operiert wurde und noch nicht reisen durfte. Schade, aber dennoch ein sehr guter Auftritt mit vielen Anekdoten zur Synchron- und Sprecherarbeit. Für viele Fans die besten Gäste der Convention und meiner Meinung wurde die Con von Bonaséwicz/Panczak quasi vor einem Reinfall gerettet.

Am Samstag war das Programm dicht, so ging es im Anschluß gleich mit Anthony Daniels weiter. Und Anthony Daniels ist immer Top, da er der geborene Entertainer ist, den gut gefüllten Saal im Alleingang unterhalten konnte und den Moderator zum Sidekick degradierte. Wie immer ein überzeugender und rundum unterhaltsamer Auftritt.

Den Kostümwettbewerb habe ich nur teilweise gesehen, weil wir in der Zwischenzeit noch noch Freunde aus dem Projekt Star Wars abgeholt hatten und unsere kleine Gruppe etwas größer wurde. Der Kostümwettbewerb war mehr oder weniger das übliche, einige schöne Kostüme, aber die Moderation fand ich eigen und den Ablauf ein wenig zäh. Allerdings eine schöne Geste, auch kostümierte Fans auf die Bühne zu bitten, die nicht beim Wettbewerb teilnahmen.

Der Rebels-Panel wäre besser gewesen, wenn ein Gast aus der Serie dabeigewesen wäre. So waren es eben noch einmal ein paar Charaktervideos und die Pilotfolge. Bei der Gelegenheit habe ich dann gleich festgestellt, daß ich die englische Version besser finde. Während Hera und Kanan im Original wie Erwachsene klingen, hören sie sich in der deutschen Synchro recht jung an, was nicht mein Fall ist.

Der Showabend "Jedi Challenge" entpuppte sich als reines Desaster, weil niemand nachvollziehen konnte, nach welchem Schema die beiden Teilnehmer ausgesucht wurden. Zwar entstanden dadurch Schlagworte wie "50", aber der Showabend wäre vermutlich interessanter gewesen, wenn es bei den Wissenfragen eine Chancengleichheit der Kandidaten gegeben hätte. Die Teilnehmerin war zweifellos sympathisch, aber man mußte sich fragen, ob sie die Filme jemals gesehen hat oder die Con doch nur zuliebe ihres Freundes besucht hat. Mann kann sagen, die Challence war so abgrundtief schlecht, daß sie durch die unfreiwillige Komik schon wieder gut war. In die Länge gezogen wurde der Showabend noch durch den Stand-up Komiker Steve Dix, der leider genauso unlustig war wie die Space Janitors.

Der Besucherandrang war überraschenderweise nicht wesentlich größer als am Freitag. Normalerweise ist der Samstag immer der Conventiontag, aber hier waren die ersten beiden Tage auf einem ähnlichen Besucherniveau. Einer der anwesenden Händler erzählte mir auch, seit 15 Jahren bei Conventions und ähnlichen Veranstaltungen hätte er keinen derart umsatzschwachen Samstag mehr gehabt. Was aber vielleicht auch an der Abfolge der interessanten Panels lag, wegen denen man sich nur selten in dern Händlerraum verirrte.

Insgesamt aber ein recht unterhaltsamer Samstag, der in der Bar im Maritim endete, wo wir auch noch Kenny Baker sahen, der einen kleinen Schlummertrunk zu sich nahm.

Sonntag:

Der Sonntag hatte auf dem Papier wenig zu bieten, bot letztendlich aber noch ein paar gute Programmpunkte. Zunächst begann das Finale verhalten im dünn besuchten Hauptsaal. Schade für den Yoda Guy Nick Maley, der einen durchaus interessanten Panel hinlegte. Aber wahrscheinlich war der Samstag für viele Fans lang, so das man etwas später aus den Betten kam. Außerdem hatte sich vielleicht nicht herumgesprochen, daß der Panel über die Geschichte des OSWFC abgesagt wurde, um dem kurzfristig für den plötzlich erkrankten John Ostrander verpflichteten Nick Maley einen Auftritt zu ermöglichen. Außerdem verpaßte ich hier die Gelegenheit, auch mal einen Frage zu stellen. Denn eigentlich wollte ich Nick darum bitten, die Geschichte mit dem festgenagelten David Barclay zu erzählen, die dann aber im Panel vorkam.

Warum Matt Busch und Lin Zy eingeladen wurden, wird für immer ein Rätsel bleiben. Ich habe deren Panel teilweise gesehen und kein Auftritt der anderen Gaststars war derart belanglos. Das Geld für die Unterbringung und die Anreise hätte man lieber für andere Gäste ausgeben sollen, denn war Busch und Zy geboten haben, war unbeschreiblich schlecht, der mieseste Gästepanel der Con. Eine regelrechte Qual war der siebenminütige Zusammenschnitt aus Matt Buschs neuestem Film. Denn man sah dem Film deutlich an, er ist anders als von Lin Zy betont kein "unabhängig finanzierter Independentfilm", sondern einfach nur billige Grütze mit schlechten FX und noch schlechteren Schauspielern. Peinlich, der Eröffnungsfilm der Con war weit besser produziert. Fragen aus dem Publikum gab es auch nur wenige… kein Wunder, denn welche Fragen soll man derart uninteressanten Gästen stellen?

Als nächstes wurde es wieder interessant, denn dann kam der Auftritt von Brian Muir, der den Helm von Darth Vader, die Sturmtruppenrüstungen und u.a. den Space Jockey in "Alien" modelliert hat. Brian Muir hat an so vielen Filmen gearbeitet, ist immer noch im Geschäft (arbeitete auch an z.B. Guardians of the Galaxy) und man merkte auch schon, der Mann kann viel erzählen. Insofern war der Panel viel zu kurz, hier wäre eigentlich ein zweiter, bzw. ein zweistündiger Panel nötig gewesen.

Im zweiten Anlauf war auch Kenny Baker etwas lebhafter. Garrick Hagon ging erneut ein wenig unter, da es wie schon im ersten Panel so wirkte, als wäre er eigentlich nur zur Unterstützung von Kenny Baker auf der Bühne. Schade, da Garrick wirklich prima mit dem Publikum umgehen kann und so unter seinen Möglichkeiten blieb.

Im Anschluß hatten die beiden Synchronsprecher und Oliver Döring (sowie seine Assistentin) ihren zweiten Auftritt. Da die beiden Panels nur teilweise Identisch waren, lohnte sich der auch zweite Besuch. Die drei ernteten auch diesmal wieder großen Applaus.

Das Closing war recht kurz und insgesamt okay. Wenig neues, aber durchaus stimmig. Das die Jungs vom Saberproject zum wiederholten Mal mit der selben Choreographie auf der Bühne standen, hat nicht jedem gefallen, aber ich mag die Truppe und sehe sie eigentlich immer ganz gern.

Gäste-Check:

Kenny Baker: Man sah, er tut sich schwer und seine körperliche Gesundheit schwindet. Aber ich habe wirklich großen Respekt davor, welche Mühe er sich noch gegeben hat, auch bei den Autogrammstunden. Und Kenny hatte zusammen mit den beiden Synchronsprechern den größten Andrang bei den Autogrammstunden. Kleine Andekdote: Ich habe mir ein Autogramm von Kenny geholt und hatte an dem Tag das "George Lucas raped my Childhood" T-Shirt an. Ich komme an den Tisch uns sehe, wie er den Schriftzug auf dem Shirt liest und mich angrinst. laugh

Matt Busch und Lin Zy: Das war wirklich gar nichts… schade, daß man die Eintrittsgelder der zahlenden Fans für sowas ausgibt.

Anthony Daniels: Top, wie immer. Habe leider die Chance verpaßt, mich mit ihm fotografieren zu lassen, aber immerhin ein paar Worte mit ihm gewechselt. Er hat die Fans nicht nur auf der Bühne unterhalten, sondern auch bei der Autogrammstunde.

Garrick Hagon: Wirkte wie gesagt wie der Assistent von Kenny Baker und kam dadurch leider nicht so zur Geltung, wie es eigentlich hätte sein können. Solide Auftritte außerhalb der Bühne, bei den Panels leider komplett verschenkt.

Nick Maley: Wurde nach der krankheitsbedingten Absage von John Ostrander noch kurzfristig eingeladen, lieferte einen interessanten Panel und zeigte sich auch am Autogrammtisch gesprächsbereit.

Brian Muir: Hatte viel zu erzählen, aber leider zu wenig Zeit. War aber eine gute Entscheidung, ihn zu holen.

Bonnie Piesse: Hatte nicht viel über Star Wars zu erzählen, wirkte aber sympathisch und kam bei den Besuchern auch ganz gut an. Aber dennoch die Art von Gast, deren Verpflichtung man schon hinterfragen sollte.

Susanna Bonaséwicz/Hans-Georg Panczak/Oliver Döring: Auch wenn Wolfgang Pampel leider absagen mußte, zwei sehr gute und sympathische Auftritte. Definitiv eines des Highlights der Con.

Location:

Auf der Facebookseite der Jedi-Con gab es zu Beginn einige Beschwerden, die Location wäre aufgrund der Lage zu langweilig. Mir gefallen Hallen und Messezentren zwar besser, war mit dem Maritim aber absolut zufrieden. Nicht zuletzt wegen der sehr guten Verkehrsanbindung.
Außerdem war das Preis/Leistungsverhältnis beim Catering gut. Getränke wie gewohnt völlig überteuert (aber da habe ich eh meine eigenen dabei), aber die Preise für das Essen waren für so eine Veranstaltung wirklich gut. Und da der Flughafen gleich nebenan ist, konnte man sich auch hier noch günstig mit Lebensmitteln versorgen.

Ich hoffe also, die Jedi-Con bleibt dem Maritim in Düsseldorf treu.

Organisation:

Hier gab es ein paar Mängel. Man sollte schon dafür sorgen, daß die Gäste nicht fünf Minuten vor ihrem Panel im Maritim eintreffen, wie es bei Kenny Baker der Fall war. Und wenn Anthony Daniels von Freitag Nachmittag bis Samstag Abend angekündigt war, dann sollte er nicht erst am Freitagabend eintreffen.

Die Raumaufteilung fand ich auch nicht optimal. Vor allem, weil der Autogrammraum kein Raum war. Genau genommen war es der Bereich zwischen zwei Räumen, also praktisch der Flur. Wenn man die Treppen rauf oder runter wollte, mußte man sich erst durch die Warteschlangen zwängen.
Außerdem standen die Autogrammtische bis auf den von Kenny Baker tatsächlich aneinandergereiht. Man konnte also nicht um den Tisch herumgehen, um gemeinsame Fotos zu machen… sehr unpraktisch. Das hat mich dann auch abgehalten, mir zumindest noch ein Autogramm von Brian Muir zu holen.
Bei Hans-Georg Panczak, Susanna Bonaséwicz und Oliver Döring waren die Signierzeiten zu selten und zu kurz. Jedes Mal lange Warteschlangen, ich habe keinen einzigen gesehen, der ein gemeinsames Foto mit ihnen machen konnte, weil einfach zu viele Leute anstanden. Ich konnte auch nur ein paar Worte mit Hans-Georg wechseln, ehe mir der nächste Fan auf den Füßen gestanden wäre.

Fantische und Händler:

Ich habe einige Zeit am SWU-Tsch verbracht und mich gut unterhalten. Schöne Begegnungen mit Fans, mit denen man nicht immer einer Meinung war, sich aber trotzdem sofort verstanden hat. Der Händlerraum war solide… ich habe wie üblich wenig gekauft, aber gern dort gestöbert. War auch nett, ab und an mal durch den Lego-Raum zu gehen.

Moderation:

Ingsgesamt in Ordnung: Tim vom Saberproject war recht gut. Bei dem anderen (bin mir beim Namen nicht mehr sicher) mangelte es offenbar an der Erfahrung für solche Aufgaben und auch an den Kentnissen der englischen Sprache.

Episode 7:

Wie erwartet wurde auf der Jedi-Con nichts über Episode 7 verraten. Natürlich machte man sich minimalste Hoffnungen, Anthony Daniels hat vielleicht ein kleines Video mit einer Grußbotschaft vom Set im Gepäck, in dem ein Droiden durch das Bild läuft. Es kam natürlich nicht so, aber die Enttäuschung darüber war bei mir nicht vorhanden und hielt sich bei den anderen Besuchern wohl auch in Grenzen. Anthony Daniels erwähnte nur die üblichen Basisinformationen, man dreht wieder an richtigen Sets, alle würden mit Begeisterung an dem Film arbeiten und die Stimmung ist gut. Wer den Teil des Panels sehen möchte, ich habe es schnell mit der Handykamera festgehalten und das Video auf meinen Youtubekanal hochgeladen:

Kenny Baker konnte ebenfalls nichts verraten, und wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann war er bis jetzt noch gar nicht am Set, sondern dreht seine Szenen erst nächste Woche. Was dann also in diesen Tagen passieren müßte.

Wo findet man hier denn Fotos von der Con?

Bitte hier klicken.

Meine Autogrammausbeute:

Mein Plan ging nicht auf, ein Autogramm pro Gast zu holen, was an den Preisen und auch der Organisation lag. Letztendlich holte ich mir nur Anthony Daniels, Kenny Baker und natürlich die Synchronsprecher. Anthony Daniels vervollständigte endlich mein Droidenfoto, auf dem Kenny Baker bei der ersten Noris Force Con im Jahr 2005 unterschrieben hat:

[Bild nicht gefunden]

Hat lange gedauert, aber nun habe ich die beiden endlich auf einem Foto. Und der Preis war bei Anthony Daniels wirklich unschlagbar. Kenny Baker hatte die Ehre, das erste Autogramm auf meinem nächsten Castfoto schreiben zu dürfen, mein anderes ist inzwischen gut gefüllt (und für die nächste Noris Force Con mußte ich noch ein wenig Platz freihalten):

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Dieses Foto wird sich also bei den nächsten Gelegenheiten mit weiteren Unterschriften füllen.

Susanna Bonaséwicz und Hans-Georg Panczak signierten mein Foto mit dem Motiv des deutschen Star Wars Plakats (mit dem schönen "Es war einmal in ferner Zukunft" Schriftzug) und noch mein Castfoto, auf dem zuvor schon Michael Culver, Garrick Hagon, Julian Glover (Noris Force Con 3), Michael Carter (Celebration Europe 2) und Nick Maley (Gratis Comic Tag/Nürnberg) unterschrieben hatten:

[Bild nicht gefunden]

Oliver Döring interessierte mich zwar nicht so sehr, habe mir dann aber eine Autogrammkarte signieren lassen:

[Bild nicht gefunden]

Ansonsten habe ich nur noch beim anwesenden Autogrammhändler zugeschlagen und mir je ein Autogramm von Dave Prowse und Ken Colley gekauft:

[Bild nicht gefunden]

[Bild nicht gefunden]

Fazit:

Im Vorfeld sah es nicht danach aus, bis auf den mauen Freitag aber eine recht gute Convention. Allerdings nicht unbedingt wegen dem offiziellen Programm und erst recht nicht wegen den teils wirklich schlecht gewählten Gästen, sondern wegen dem Miteinander der Fans. Zwar gab es abseits der Panels recht wenig zu sehen, aber vor allem am Samstag wurde ein passables Programm geboten. Ich will nicht behaupten, wer nicht dort war hat etwas verpasst, hat insgesamt aber doch Spaß gemacht. Und es wahr schön, einige bekannte Gesichter wiederzusehen und neue Leute kennenzulernen. Man sieht sich.


Autogrammpreise der Jedi-Con

Die Jedi-Con in Düsseldorf steht vor der Tür und die Autogrammpreise sind zwar nicht 100%ig bestätigt, aber trotzdem meine Analyse:
 
Der Autogrammpreis für Anthony Daniels ist derzeit auf 40 Euro angesetzt und das ist sensationell günstig. Anthony Daniels absolviert im Vergleich zu anderen Gaststars eher wenige Conventions und signiert meist zu höheren Preisen. Wir erinnern uns, letztes Jahr bei der Celebration in Essen waren es 60 Euro, was auch in etwa dem üblichen Preis entspricht. Bei einem Händler bezahlt man mindestens 70 Euro, insofern sind die 40 Euro bei der Jedi-Con ein Schnäppchen und man sollte die Gelegenheit nutzen.
 
Bei den anderen Gaststars gibt es keine exakten Angaben, seitens des Veranstalters war bis jetzt nur von "um die 20 Euro" die Rede, und das dürfte hinkommen.
Auf meine Anfrage hin bestätigte Brian Muir die 20 Euro, alternativ bietet er auch noch sein signiertes Buch für 30 Euro an. Kenny Baker verlangt bei britischen Conventions umgerechnet meist 20 Euro (selten 5 EUR mehr/weniger) und bewegt sich damit im grünen Bereich. Garrick Hagon liegt 5 Euro über dem bisherigen Normalpreis, aber dazu gleich mehr. Bonnie Piesse liegt für diesen Preis über dem üblichen Durchschnitt. Bei der FedCon 2012 verlangte sie nur 10 Euro. Womöglich bezahlte die FedCon die höhere Gage (oder überhaupt eine Gage), aber Bonnie hat den Preis etwas hoch angesetzt.
 
Insgesamt merkt man aber, es kam zu zu Preiserhöhungen. Verlangte Garrick Hagon bei den britischen Conventions in der ersten Jahreshälfte noch umgerechnet etwa 15 Euro (das war auch sein Preis bei der dritten Noris Force Con), erhöhte sich der Preis bei seinen jüngsten Auftritten auf ca. 20 Euro. Und das kann man aktuell auch bei einigen anderen Darstellern dieser Größenodnung beobachten. Was vielleicht an durchgedrehten Komparsen liegen kann, die ihre Nase vier Sekunden im Bild haben, sich deswegen als Nebendarsteller bezeichnen und auch schon 10 Euro verlangen.
 
Die Synchronsprecher Hans-Georg Panczak, Wolfgang Pampel und Susanna Bonasewicz sowie Hörspielregisseur Oliver Döring signieren kostenlos. Bei den restlichen Gästen gibt es noch keine eindeutigen Aussagen.
 
Das Fazit lautet also: Bei Anthony Daniels sollte man unbedingt zuschlagen, bei Bonnie Piesse lieber doppelt überlegen und bei den anderen entsprechen die Preise dem üblichen Niveau, bei einer anderen Con wirds wahrscheinlich auch nicht billiger. Außerdem darf man bei der Jedi-Con auch kostenlos Fotos mit den Gästen machen, was bei anderen Veranstaltungen zum Teil extra bezahlt werden muß.